body language

Körpersprache

Sie bellen und sie miauen nicht. Kaninchen geben sehr wenige Laute von sich, aber anhand ihrer Körpersprache kann man verstehen, was sie sagen wollen und wie sie sich fühlen.

positive Körpersprache

  • Ohren aufgerichtet und Ohrmuschel nach vorne gerichtet = neugierig und aufmerksam (bei Widderkaninchen weniger sichtbar)
  • Ohren angelegt und Augen geschlossen sowie ganzer Körper zusammengepresst in eine Kugel und gelegentlich leises kurzes Schnarchen = tief schlafend (mit geschlossenen Augen = Umgebung ist sicher, kompettes Vertrauen)
  • Seitlich Liegen mit meistens geschlossenen Augen = schlafend mit großem Sicherfühlen in die Umgebung
  • Beschnuppern des Bodens und dann plötzliches Fallenlassen und den Kopf auf den Boden legend = glücklich und sauwohl
  • Hin- und Herlaufen mit Luftsprüngen meist im Sprung ändernder Richtung = glücklich spielend
  • Männchen machen auf die Hinterpfoten stellen = erkunden von höher sieht man besser
  • Unterkinn (Kinndrüse) reiben an Gegenstände = markieren „alles meins“
  • Glätten nach vorne streicheln des Bodens (meist Teppich/Kissen) mit den Vorderpfoten = bequem machen
  • Abschlecken = Familienbindung und Fürsorge zeigen und Streicheleinheiten bitten
  • Zähneknirschen beim geschtreichelt werden = zufrieden

Zeigen Kaninchen Aufmerksamkeitsbedarf, dann sollte man sie mit Streicheleinheiten verwöhnen oder mit Ihnen spielen.

negative Körpersprache

  • Ohren angelegt und Augen halboffen sowie ganzer Körper zusammengepresst in eine Kugel und Nase nicht zuckend = dösend (mit offenen Augen = Umgebung ist nicht sicher und wird beobachtet)
  • Ohren nach hinten gerichtet und Körper auf allen 4 Pfoten länglich = erschrocken, evtl. panisch sowie überlegen wohin flüchten
  • Ohren angelegt und große Augen und Körper auf allen 4 Pfoten sowie plötzlicher Schritt nach vorn zum Störfaktor, evtl. sogar mit den Vorderfüßen angreifend = angreifen und abwehren sowie drohen nicht näher zu kommen und sich zu entfernen. Sollte dies nicht verständlich sein, wird als letzte Warnung mit den Vorderzähnen ein Biss suggeriert (ohne zuzubeißen).
  • Ohren angelegt und große Augen sowie ganzer Körper zusammengepresst in eine Kugel und auf den Boden gepresst = Angst
  • Männchen machen entlang dem Bein eines Menschen = Sicherheit und Aufmerksamkeit suchend
  • Mit der Nase sanft anstupsen = Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit bittend
  • Zähneknirschen = unzufrieden genervt
  • Schweres lautes Atmen = sich beschweren meckern
  • Scharren mit den Vorderpfoten den Boden (Heu / Teppich) = genervt abreagieren
  • Einmaliges Klopfen auf den Boden mit einem Hinterfuß = genervt und bockig
  • Klopfen auf den Boden mit beiden Hinterfüßen gefolgt vom weglaufen = Alarm
  • Kurzes hohes Piepsen = Angst Panik Schmerzen
  • Verstecken und wegrennen = kein Vertrauen

Bei Warnsignalen ist es wichtig den Grund herauszufinden und dementsprechend zu reagieren oder dazuführende Handlungen zu unterlassen. Falls der störende Faktor extern ist, kann es hilfreich sein das Kaninchen durch Streicheleinheiten zu beruhigen und in Sicherheit zu wiegen.

Nur für Gleichgesinnte:

Weiße Schwanzunterseite hat Signalfunktion für Artgenossen
1) aufgeregt bei der Werbung
2) aufgeregt bei Angst (beim wegspringen am meisten sichtbar)